Parkranger mit Segways?

 Anhängender Artikel hat es heute auf die Seite 1 des Langenhagener Echos geschafft. Ein Meisterstück der differenzierten Berichterstattung, exakt recherchiert und für den Leser interessant und mit Hintergrundinformationen aufbereitet.

Und jetzt ohne Ironie: Manchmal ist es wirklich erschreckend, auf welcher (Fakten?)-Basis Presse einen Artikel schreibt. Da macht sich die Redakteurin über mehrere Zeilen Gedanken, warum das Konzept ein "integriertes" sei und kommt sogar zu einer (falschen) Schlussfolgerung, ohne je mit den Verfassern darüber gesprochen zu haben. Sie war auch während der Diskussionen zu diesem Papier nie dabei, meint aber genau zu wissen, dass das Ansinnen Parkranger einzusetzten schon mehrfach abgelehnt wurde, obwohl diese Stellen mit dem Haushalt 2015 beschlossen wurden. Reduziert werden die Parkranger von Ihr auf das Segway-Fahren ("tatsächlich soll Geld ausgegeben werden für Ranger, die mit Segways durch die Stadt fahren"), allerdings ohne das 4-Säulen-System zu erläutern, bei denen die Parkranger die 2. und 3. Säule unterstützten; siehe Konzept "Saubere Stadt") ...

Wenn es nach der wertenden Berichterstattung der Redakteurin geht, macht es mehr Sinn, das Personal für die Reinigung zu verwenden und weiter zuzusehen, wie der Müll in die Gegend geschmissen wird, ohne dieses Verhalten zu ahnden. Gerade das ist jedoch der "integrierte" Ansatz des Konzeptes:

1. Organisation: 

Intensivere Reinigung der gesamten Stadt, dabei ggf. Erhöhung der Pflegeintervalle und klare Zuständigkeiten (Betriebshof und Stadtentwässerung)

2. Ansprechbarkeit: 

Müll-Hotline und Müll-App sowie Kümmerer vor Ort (Parkranger)

3. Ordnungsbehördliche Maßnahmen: 

Durchsetzung des Bußgeldkataloges (Parkranger)

4. Werbung:

Werbekampagne, um die Bürger in die Verantwortung zu nehmen (Stadtmarketing)

Der ganze Artikel strotzt vor Fehlern, Vermutungen und Polemik und scheint nur eine Zielrichtung zu haben (Achtung: jetzt vermute ich mal): Kaputtschreiben der Idee schon zu Beginn der Diskussion. 

Das Konzept wurde übrigens aufgrund eines Beschlusses vom 20.04.2015 erstellt, der da lautete: "...ist dem Stadtplanungs- und Umweltausschuss ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Dies ist die Voraussetzung für die Besetzung der zwei zusätzlichen Stellen im Haushaltsplanentwurf" (Soweit zu der falschen Aussage "ein Jahr lang wurde ... ein so genanntes ... Konzept-Papier erstellt"). 

Bei der Redakteurin liest sich das wie folgt: "Obwohl die SPD und die Grünen-Mehrheitsfraktion im Rat genau dies mehrfach abgelehnt hat, und sicherheitshalber entsprechende Sperrvermerke im Haushalt gesetzt hat, wird die Drucksache zum Beratungsgegenstand gemacht".

Richtig ist: Das Thema "saubere Stadt" ist mir wichtig, tatsächlich arbeiteten wir in der Verwaltung seit Februar 2015 im Rahmen einer Arbeitsgruppe, die einmal im Monat tagt, an konkreten Projekten und Maßnahmen. Klar war von vorn herein, dass wir als Stadt Vorbild sein wollen, Bürgerinnen und Bürger beteiligen wollen, das Thema "verkaufen" müssen, aber eben auch Fehlverhalten nicht länger dulden wollen. Um Ordnung und Sicherheit (nicht nur in Parkanlagen) durchsetzten zu können, brauchen wir Personen die ansprechen, aufklären, präsent sind, helfen (die Kümmerer Funktion), die aber eben auch "Knöllchen" verteilen und das mobil, zu Fuß, per Fahrrad, Auto oder eben auch per Segway.

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Kommentare: 2
  • #1

    Major Duhart (Donnerstag, 02 Februar 2017 23:18)


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