Verwaltung als Dienstleister positionieren

Mein Motto für die Kommunalwahl 2011 lautete: „Nicht geht nicht, weil – sondern geht, wenn …“. Für die Bürgermeisterwahl habe ich dieses Motto eingekürzt auf "Geht, wenn ..." Mit diesem Motto möchte ich die Stadtverwaltung Langenhagen zu einem Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger entwickeln. Die Stadtverwaltung hat sich zukünftig viel stärker danach auszurichten, wie einem Anliegen zu entsprechen ist, und nicht ob. Dabei geht es mir sowohl um die Einstellung gegenüber den Langenhagenern, die ein Anliegen haben, als auch um die äußeren Bedingungen für die Langenhagener, die mit „ihrer Stadt“ Kontakt aufnehmen wollen. Das heißt nicht, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung nicht dienstleistungsorientiert wären, sondern ganz oft fehlen nur die passenden Rahmenbedingungen.

Transparent und verlässlich sein ...

... geht, wenn wir es Bürgerinnen und Bürgern unkomplizierten ermöglichen mit der Stadt in Verbindung zu treten und anschließend transparent über die Abarbeitung der jeweiligen Anliegen informieren. An einem Beispiel habe ich das bereits im Rahmen meiner Ratstätigkeit umgesetzt: Die Internet-Mängelmeldung, bei der Mängeln (wie Müll, Beschädigungen, u.v.m.) bequem gemeldet werden können und regelmäßig über den jeweiligen Bearbeitungsstand informiert wird. In anderen Bereichen jedoch wird den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin abverlangt, zu wissen, welches Amt für das jeweilige Anliegen zuständig ist, und wo – also in welchem Gebäude in der Stadt – dieses Amt untergebracht ist, und schließlich auch noch die jeweiligen Öffnungszeiten zu kennen, die dann (zum Beispiel bei den Verwaltungsstellen in den Ortschaften) noch nicht einmal verlässlich eingehalten werden.

Dienst leisten ...

... geht, wenn Bürgerinnen und Bürger als Kunden gesehen und als solche – im positiven Sinne – behandelt werden. Die Kommune ist Dienstleister für ihre Einwohner. Daher sollten Dienstleistungen bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden.  Leider sind in den letzten Jahren einige Dienstleistungen gestrichen worden, die ich zukünftig wieder reaktivieren möchte.

Dazu gehören unter anderem folgende Angebote:

  • das Mähen der Hundewiesen,
  • eine bürgerfreundliche Öffnung der Grüngutannahmestellen (Samstagsöffnung),
  • die Nutzung der Sporthallen für Vereine auch in den Sommerferien,
  • die Verwaltungsstellen in allen Ortschaften.

Kultur wandeln ...

... geht, wenn ich mit Engagement, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit ein neues Klima im Rathaus erzeuge. Durch Motivation, Integration und Transparenz will ich Mitarbeiterpotenziale heben und dadurch zum einen den Produktivitätsverlust durch innere Kündigungen verringern und zum anderen „willige“ Mitarbeiter inspirieren, Verantwortung zu übernehmen. Nur durch einen Kulturwandel ist es möglich diese bereits angesprochene Dienstleistungsorientierung in allen Bereichen der Verwaltung zu erreichen. 

Aus Fehlern lernen ...

... geht, wenn man offen mit Fehlern umgeht: Das alte Sprichwort: „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten“, ist nach wie vor wahr. Wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht und statt Schuldige zu suchen, muss gemeinsam daran gearbeitet werden, herauszufinden, wie einmal gemachte Fehler zukünftig vermieden werden können. Dies funktioniert nur, wenn Probleme nicht „vertuscht“ oder klein geredet werden. Es darf nicht mehr darum gehen jemanden "hinzuhängen", sondern nur noch darum, das Ergebnis zu verbessern. Daher ist dieser neue Umgang mit Fehlern ein wichtiger Beitrag zu dem von mir angestrebten Kulturwandel.