Global denken, lokal handeln

Auch wenn es das Ziel sein muss, Langenhagen als Ganzes zu betrachten, darf die Kraft der Gemeinschaft in den Ortsteilen nicht außer Acht gelassen werden. Die Ortschaften Langenhagens ticken anders als die anonymere Kernstadt. Viele Themen müssen für ganz Langenhagen gedacht werden, aber die Besonderheiten der Ortschaften müssen berücksichtigt werden. 

Ortschaften stärken ...

... geht, wenn wir die Demografie im Blick haben und lokale Angebote erhalten und ausbauen, wo es nötig ist. Für Kinder gilt der Spruch "Kurze Beine, kurze Wege", aber lange Wege sind auch für ältere Menschen schwerer zu meistern. Zur Stärkung der Ortschaften möchte ich daher unter anderem folgende Punkte berücksichtigen:

  • Statt Verwaltungsstellen zu schließen, muss darüber nachgedacht werden, wie Verwaltungsarbeitsplätze in den Ortschaften zu vollwertigen und leistungsfähigen Arbeitsplätzen ausgebaut werden können.
  • Beschlüsse und Wünsche der Ortsräte müssen ernst genommen werden.
  • Identitätsstiftende Maßnahmen, die mit wenigen Mitteln umzusetzen und gleichzeitig noch nützlich sind, sollen erarbeitet und umgesetzt werden. Hierzu gehört zum Beispiel die Umwidmung eines Teils des Gewerbegebietes Schulenburg zum Gewerbegebiet „Godshorn Süd“.

Kernstadt aufwerten ...

...  geht, wenn man auch für die Kernstadt ein eigenes "Kümmerer-Gremium" hätte. Daher möchte ich – sofern rechtlich möglich – Stadtteilräte für die Kernstadt einrichten. Bisher gibt es für die Kernstadt kein Gremium, das sich um die kleineren Sorgen und Nöte kümmert. Der Rat der Stadt ist für viele Bürgerinnen und Bürger der Kernstadt zu herausgehoben, um dort über defekte Bordsteine, Parkverbote oder lokale Verunreinigungen zu sprechen. Zudem wurde die Latte für eine niedrigschwellige Bürgerbeteiligung durch Ausweitung der Formalien, wie zum Beispiel Redezeitbeschränkung oder Einschränkung der zugelassenen Fragenzahl, in letzter Zeit immer höher gelegt.