Saubere Stadt

„Unsere Stadt muss sauberer werden“ – in Langenhagen ist es bisher nur bei einem Slogan geblieben. Trotz ehrenamtlicher Reinigungsoffensiven, zum Beispiel in Form von Flurreinigungen, ist der allgemeine Pflegezustand stark verbesserungswürdig. 

Sauberkeit leben ...

... geht, wenn wir uns Gedanken über eine Neuorganisation der Zuständigkeiten machen. Wie wäre es mit einer Einteilung der Stadt in Reinigungsgebiete mit klarer Zuordnung von Pflegeteams und verknüpften „Sauberkeitsprämien“. Vielleicht unterstützt durch die Anlieger im Rahmen einer „Sauberer Fußweg“-Aktion mit abschließender Prämierung des saubersten Stadtteils – der ausgelobte Gewinn könnte sein, dass die Stadt im siegreichen Stadtteil ein Straßenfest für die Anlieger ausrichtet. Auch die schon benannten Beet-Paten könnten hierbei wieder zum Zug kommen. 

... geht, wenn wir uns bewusst werden, dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt und dort auch ansetzen. Mit Aufklärungskampagnen über Kosten und Konsequenzen. Wenn wir weiterhin Flurreinigungen fördern, nach Kräften unterstützen und dafür werben. Indem wir kreative Ideen aufnehmen und als Stadt mit vermarkten. Als Beispiel möchte ich hier die "Trashbuster-App" der NaJu benennen (mehr Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der NaJu).

Kreativ gestalten ...

... geht, wenn man über unkonventionelle Herangehensweisen nachdenkt. So können Bahnhöfe neu gestaltet werden oder graue Klötze (Trafostationen, Blockheizkraftwerke) verschönert werden. Vor Schmierereien ist man nie sicher; sicher ist aber, dass es auch unter Sprayern einen gewissen Respekt für die eigenen "Kunstwerke" gibt.  Als Beispiel kann hier eine Aktion von E.ON Avacon dienen (bemalte Trafostationen). Vielleicht schon eine erste Aufgabe für ein Jugendparlament?

Vermüllung vermeiden ...

... geht, wenn deutliche Strafen drohen, intensiv kontrolliert wird und Verfehlungen konsequent geahndet werden. Leider gibt es aktuell kaum Anstrengungen, dass Verbote oder Gebote auch durchgesetzt werden. Städtische Satzungen regeln das Miteinander in Parkanlagen oder an öffentlichen Plätzen, ohne dass diese ernsthaft kontrolliert würden. Dabei erhöhen regelmäßige Kontrollen das Sicherheitsgefühl, hierfür braucht das Ordnungswesen der Stadt jedoch Unterstützung. Zerbrochen Flaschen oder Grill-Hinterlassenschaften sind ein Angriff gegen die Nutzer, die ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen und öffentliche Flächen ordentlich hinterlassen. Müllsündern muss deutlich gemacht werden, was sie mit ihrem Handeln anrichten, gleichzeitig darf sich keiner der wilden "Entsorger" sicher sein, nicht ertappt zu werden. Leider hat die Abfallentsorgungreform von AHA nicht dazu beigetragen, dass das Problem entschärft wurde, ganz im Gegenteil - hier besteht Nachbesserungsbedarf, auch wenn dies grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich der Region fällt.