Langenhagen bewegen

Über ein Verkehrsentwicklungsplan wurden viele kleinteilige Maßnahmen vorgeschlagen, die jetzt schrittweise umgesetzt werden sollen. Dabei verliert sich die Stadt im Klein – Klein, statt die eigentlichen Probleme anzugehen. Daher will ich die verkehrlichen Probleme noch einmal aus einer größeren Perspektive beleuchten. Ideen sollen hierbei ohne Denkverbote diskutiert werden.

Verkehr fließen lassen ...

... geht, wenn wir uns wieder mit der Empfehlungen für den Rückbau von Ampelkreuzungen und den Umbau zu Kreiseln beschäftigen. Hierzu gab es bereits vor Jahren eine Untersuchung - diese möchte ich wieder zum Leben erwecken und so für besser fließenden Verkehr und Kosteneinsparungen (z.B. Entfall der Betriebskosten der Ampelanlagen) sorgen. Nicht umsonst hat Langenhagen den Spitznamen „Ampelhagen“. An jeder Ecke wird der fließende Verkehr durch rotes Licht gestoppt. 

Projekte überdenken ...

... geht, wenn man offene Maßnahmen wie die Abhängung der Walsroder Straße oder den Kreuzungsumbau Brinker Straße noch mal hinsichtlich Kosten/Nutzen überprüft. Welchen tatsächlichen Nutzen haben wir im Verhältnis zu den entstehenden Kosten. Sind sie es wirklich Wert, daran festzuhalten odersollte man stattdessen lieber wichtigere Projekte vorziehen. 

Innerstädtischen Gewerbeverkehr verringern ...

... geht, wenn wir uns noch mal intensiv mit dem Bau einer neuen Autobahn-Auf- und Abfahrt im Gewerbegebiet Godshorn beschäftigen. Auf dieses Vorhaben angesprochen, hat der aktuelle Bürgermeister erst kürzlich zu mir gesagt: „Träumen sie ruhig weiter“. Genau das will ich tun, denn wenn man aufgehört hat zu träumen, dann fehlt die Phantasie nach kreativen Lösungen zu suchen. 

Lärm als Problem begreifen ...

... geht, wenn wir uns in Sachen Lärmschutz nicht länger aus der Verantwortung ziehen. Daher sollen Möglichkeiten untersucht werden, die Auswirkungen von Lärmquellen wie Trogstrecke und Autobahn zu entschärfen und Langenhagen auch in diesen Bereichen für die Anlieger wieder lebenswerter zu machen. Unsinnige Tempobegrenzungen zur theoretischen, rechnerischen Lärmminderung sind hingegen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und gegebenenfalls wieder aufzuheben.

Verkehrssicherheit erhöhen ...

... geht, wenn wir akzeptieren, dass Eltern nicht gezwungen werden können, ihre Kinder zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Wir müssen die Herausforderung dieser Entwicklung annehmen und versuchen die Verkehrssicherheit vor Schulen und Kitas zu erhöhen. Dies soll wo möglich, kann aber nicht ausschließlich durch bauliche Maßnahmen erfolgen (siehe aktuelles Beispiel vor der Friedrich-Ebert-Schule). Eltern müssen Ihren Teil dazu beitragen, um den Bring-und Abhole-Verkehr an Schulen und Kindergärten zu reduzieren. Durch Maßnahmen, die seitens der Stadt und der Schulen unterstützt werden, können Elterninitativen gefördert werden. Ein gutes Beispiel ist der „Walking Bus“, mit dem Autoverkehr vor der Schule vermieden wird. Der beste Weg, um Gefährdung von Schülerinnen und Schülern zu reduzieren.

... geht, wenn vor allen Kitas und Schulen Tempo 30 eingerichtet wird. Hierzu gehören auch die Kita Stadtmitte und die Pestalozzischule an der Konrad-Adenauer-Straße. Hier gibt es sogar einen entsprechenden Beschluss zu, der aber leider noch nicht umgesetzt wurde.

Sauber Parken ...

... geht, wenn ein Autohof im Gewerbegebiet den LKW Fahrern die Chance gibt, ihr Geschäft nicht irgendwo in der Münchner Straße zu verrichten. Im Bereich der Bayernstraße haben viele Logistiker ihre Gewerbeflächen und die Trucker müssen die Möglichkeit haben ihre Fahrzeuge Abzustellen, ihren Müll zu entsorgen und ihre Pausen zu verbringen - derzeit passiert das entlang der Straßen im Gewerbegebiet. Daher wäre ein Autohof ein Gewinn für Langenhagen und die Brummi-Fahrer.

Fahrradfahren attraktiver machen ...

... geht, wenn wir die Wegeverbindungen für den Fahrradverkehr weiter optimieren und sicherer machen, ohne jedoch dabei den PKW-Individualverkehr zu kanibalisieren. Hierzu ist der Einsatz einfacher Maßnahmen wie zum Beispiel Fahrradschutzstreifen oder Leitsysteme zu prüfen. Mit der neu gegründeten ADFC-Gruppe in Langenhagen sollen geeignete Maßnahmen und deren Priorisierung erarbeitet werden. Hierfür ist ein festes Budget einzuplanen. Zudem soll der ADFC einen festen Sitz im Verkehrs- und Feuerschutzausschuss bekommen, um sich direkt in die politische Diskussion einbringen zu können. 

Besser abstellen ...

... geht, wenn wir die Situation der Fahrradabstellplätze (unter anderem) an der S-Bahn-Haltestelle Stadtmitte verbessern. Hierzu werde ich eine Befragung durchführen, um ein Modell umzusetzen, das sich nicht an den gefühlten Bedürfnissen von Stadtplanern orientiert, sondern die konkreten Wünsche der Nutzer berücksichtigt. Überdachungen, abschließbare Boxen, sowie Lademöglichkeiten für E-Bikes sollen, falls Bedarf besteht, umgesetzt werden.